Lithium-Ionen-Akkus gehören heute zu unserem Alltag – doch was passiert, wenn ein Akku brennt?
Lithium-Ionen-Akkus sind aus unserem täglichen Leben kaum mehr wegzudenken.
Wir finden sie heute beispielsweise in:
-
E-Bikes
-
E-Scootern
-
Smartphones
-
Tablets und Laptops
-
Akkuschraubern
-
Elektrowerkzeugen
-
Staubsaugern
-
Gartengeräten
-
Powerbanks
-
Spielzeugen
-
Modellbau-Akkus
-
Elektrostaplern
-
mobilen Maschinen
-
Energiespeichern
-
zahlreichen weiteren elektrischen Geräten
Ihre grosse Stärke ist gleichzeitig der Grund, weshalb Brandschutz bei Lithium-Ionen-Akkus besondere Aufmerksamkeit verdient: Auf vergleichsweise kleinem Raum kann sehr viel Energie gespeichert werden.
Im normalen und sachgemässen Betrieb sind moderne Lithium-Ionen-Akkus grundsätzlich sichere Energiespeicher. Werden sie jedoch beschädigt, falsch geladen, stark erhitzt oder weisen sie einen technischen Defekt auf, kann es zu einer gefährlichen Reaktion innerhalb der Akkuzellen kommen.
Ein daraus entstehender Lithium-Ionen-Akkubrand unterscheidet sich in wichtigen Punkten von einem gewöhnlichen Brand.
Besonders kritisch ist der sogenannte „Thermal Runaway“ – eine sich selbst verstärkende thermische Reaktion innerhalb des Akkus.
🔥 Brandschutz-Tipp von Andreas Scheidegger
„Lithium-Ionen-Akkus begleiten uns heute überall. Das Ziel darf deshalb nicht sein, Angst vor Akkus zu haben, sondern verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Richtig laden, Beschädigungen ernst nehmen, brennbare Materialien fernhalten und für den Ernstfall vorbereitet sein – genau diese Kombination macht für mich einen zeitgemässen Brandschutz aus.“
Was ist ein Lithium-Ionen-Akku?
Ein Lithium-Ionen-Akku besteht aus einer oder mehreren wiederaufladbaren Zellen.
Beim Laden und Entladen werden Lithium-Ionen zwischen den Elektroden transportiert. Durch diese Technik lassen sich grosse Energiemengen bei relativ geringem Gewicht speichern.
Genau deshalb eignen sich Lithium-Ionen-Akkus hervorragend für mobile Anwendungen.
Ein moderner E-Bike-Akku kann beispielsweise eine erhebliche Energiemenge speichern, obwohl er problemlos aus dem Fahrrad entnommen und getragen werden kann.
Für Millionen von Geräten ist diese Technologie deshalb heute unverzichtbar.
Doch hohe Energiedichte bedeutet auch:
Wird diese Energie durch einen Defekt unkontrolliert freigesetzt, kann sich ein Brand sehr schnell entwickeln.
Warum können Lithium-Ionen-Akkus brennen?
Nicht jeder beschädigte oder ältere Akku beginnt automatisch zu brennen.
Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, welche einen Akku schädigen und eine gefährliche Reaktion begünstigen können.
Zu den wichtigsten Ursachen gehören:
-
mechanische Belastungen
-
thermische Belastungen
-
elektrische Belastungen
Mechanische Beschädigungen
Ein Akku kann beispielsweise beschädigt werden durch:
-
einen Sturz
-
einen heftigen Schlag
-
Quetschung
-
einen Verkehrsunfall
-
unsachgemässen Transport
-
Beschädigung des Gehäuses
-
falsche Montage
-
Eindringen eines Gegenstandes in die Zelle
Besondere Aufmerksamkeit verdient deshalb beispielsweise ein E-Bike-Akku, der bei einem Sturz einen starken Schlag abbekommen hat.
Auch wenn äusserlich zunächst wenig zu erkennen ist, kann im Inneren des Akkus eine Beschädigung vorliegen.
Ein Akku, der stark beschädigt wurde, sollte deshalb nicht einfach weiterverwendet oder erneut geladen werden.
Elektrische Ursachen
Auch elektrische Fehler können einen Lithium-Ionen-Akku gefährden.
Mögliche Ursachen sind beispielsweise:
-
Überladung
-
Tiefentladung
-
Kurzschluss
-
ungeeignetes Ladegerät
-
beschädigtes Ladekabel
-
defekte Ladeelektronik
-
falsche Ladespannung
-
technische Defekte innerhalb des Akkus
Besonders wichtig ist deshalb die Verwendung eines Ladegerätes, das ausdrücklich für den jeweiligen Akku vorgesehen ist.
Nach Möglichkeit sollte immer das Original-Ladegerät beziehungsweise ein vom Hersteller freigegebenes Ladegerät verwendet werden.
Thermische Belastung und Hitze
Lithium-Ionen-Akkus sollten vor extremer Hitze geschützt werden.
Problematisch können beispielsweise sein:
-
direkte Sonneneinstrahlung
-
ein stark aufgeheiztes Fahrzeug
-
Lagerung neben einer Heizung
-
Nähe zu Maschinen mit grosser Wärmeentwicklung
-
Feuer oder starke Wärmestrahlung
-
ungeeignete Ladebedingungen
Ein E-Bike-Akku gehört im Hochsommer deshalb beispielsweise nicht stundenlang in ein stark aufgeheiztes Fahrzeug.
Auch beim Laden sollte darauf geachtet werden, dass der Akku ausreichend belüftet ist und nicht von brennbaren Gegenständen umgeben wird.
Was bedeutet „Thermal Runaway“?
Der Begriff Thermal Runaway wird im Zusammenhang mit Lithium-Ionen-Akkubränden sehr häufig verwendet.
Auf Deutsch spricht man vereinfacht von einem thermischen Durchgehen.
Dabei steigt die Temperatur einer beschädigten oder instabilen Akkuzelle stark an.
Durch chemische Reaktionen entsteht zusätzliche Wärme.
Diese Wärme kann wiederum weitere Reaktionen auslösen.
Die Temperatur steigt weiter.
Bei Akkupacks mit mehreren Zellen kann sich die Wärme anschliessend auf benachbarte Zellen übertragen.
Dadurch kann eine Kettenreaktion entstehen:
Eine Zelle reagiert – erhitzt die nächste Zelle – diese reagiert ebenfalls – und der Vorgang setzt sich innerhalb des Akkupacks fort.
Genau diese Eigenschaft macht einen fortgeschrittenen Lithium-Ionen-Akkubrand so anspruchsvoll.
Warum ist ein Akkubrand besonders gefährlich?
Bei einem Lithium-Ionen-Akkubrand können mehrere Gefahren gleichzeitig auftreten.
Sehr hohe Temperaturen
Bei einem thermischen Durchgehen können sehr hohe Temperaturen entstehen.
Dadurch können umliegende brennbare Materialien ebenfalls Feuer fangen.
Aus einem zunächst begrenzten Akkuereignis kann dadurch ein grösserer Brand entstehen.
Schnelle Brandentwicklung
Eine einzelne beschädigte Zelle kann weitere Zellen im Akkupack aufheizen.
Der Brand kann sich dadurch innerhalb kurzer Zeit stark entwickeln.
Stichflammen und austretende Partikel
Je nach Aufbau und Beschädigung des Akkus können heisse Gase, Flammen oder Partikel austreten.
Personen sollten deshalb niemals unnötig nahe an einen bereits stark reagierenden Akku herangehen.
Gefährlicher Brandrauch
Bei einem Akkubrand entstehen gesundheitsschädliche und teilweise stark reizende Brandgase.
Der Rauch eines Akkubrandes darf deshalb keinesfalls unterschätzt oder eingeatmet werden.
Kann sich ein Lithium-Ionen-Akku wieder entzünden?
Ja.
Das ist eine der Besonderheiten bei beschädigten Lithium-Ionen-Akkus.
Auch wenn keine offenen Flammen mehr sichtbar sind, kann sich im Inneren weiterhin Wärme befinden oder eine chemische Reaktion fortsetzen.
Es besteht deshalb die Möglichkeit einer Wiederentzündung.
Aus diesem Grund gehört ein gelöschter oder stark beschädigter Akku nicht einfach zurück ins Regal, in den Keller oder in den Abfalleimer.
Nach einem Brandereignis sollte der betroffene Akku durch die Feuerwehr beziehungsweise eine geeignete Fachstelle beurteilt und anschliessend fachgerecht behandelt und entsorgt werden.
Woran erkennt man einen gefährlichen oder beschädigten Akku?
Nicht jeder kritische Akku beginnt sofort zu brennen.
Häufig gibt es vorher Warnzeichen.
Besondere Vorsicht ist angebracht bei:
-
aufgeblähtem Akku
-
deformiertem Gehäuse
-
Rissen
-
sichtbarer mechanischer Beschädigung
-
ausgelaufenen Stoffen
-
ungewöhnlicher Hitzeentwicklung
-
ungewöhnlichem Geruch
-
Rauchentwicklung
-
Zischen oder anderen ungewöhnlichen Geräuschen
-
stark verändertem Ladeverhalten
-
Akku, der nach einem Sturz beschädigt sein könnte
Ein aufgeblähter oder deutlich beschädigter Akku sollte nicht weiterverwendet und insbesondere nicht erneut geladen werden.
Lithium-Ionen-Akkus richtig laden
Ein grosser Teil der Brandprävention beginnt bereits beim Laden.
Gerade während des Ladevorgangs sollte der Akku deshalb nicht irgendwo zwischen Kartons, Textilien oder anderen leicht brennbaren Materialien liegen.
Unsere wichtigsten Empfehlungen:
-
Herstellerangaben beachten
-
geeignetes Original-Ladegerät verwenden
-
Akku vor dem Laden auf Beschädigungen kontrollieren
-
auf einer geeigneten, möglichst nicht brennbaren Unterlage laden
-
genügend Abstand zu brennbaren Materialien halten
-
Ladegerät und Kabel regelmässig kontrollieren
-
beschädigte Akkus niemals laden
-
Akkus nicht unnötig lange am Ladegerät belassen
-
nach Möglichkeit nicht über Nacht oder während längerer Abwesenheit laden
-
Ladebereiche möglichst mit Rauchmeldern überwachen
-
Flucht- und Rettungswege grundsätzlich freihalten
Warum Akkus nicht im Fluchtweg laden?
Ein häufiges Problem sehen wir insbesondere bei E-Bikes und E-Scootern.
Der Akku wird dort geladen, wo gerade eine Steckdose vorhanden ist:
-
im Eingangsbereich
-
im Korridor
-
beim Treppenhaus
-
direkt neben einer Ausgangstüre
Genau dort sollte ein Brand jedoch möglichst nicht entstehen.
Ein Fluchtweg muss im Ernstfall nutzbar bleiben.
Brennt ein Akku mitten im einzigen Fluchtweg, können Rauch, Hitze und Feuer diesen innerhalb kurzer Zeit unpassierbar machen.
Deshalb gehören Ladeplätze möglichst nicht in Flucht- und Rettungswege.
E-Bike-Akkus – ein zunehmend wichtiges Brandschutzthema
E-Bikes gehören heute selbstverständlich zum Strassenbild.
Damit wächst auch die Anzahl leistungsfähiger Akkus in:
-
Privathaushalten
-
Velokellern
-
Einstellhallen
-
Hotels
-
Firmen
-
Fahrradgeschäften
-
Werkstätten
-
Wohnüberbauungen
-
Alters- und Pflegeeinrichtungen
Besonders bei mehreren E-Bikes an einem Standort lohnt es sich, die Ladesituation genauer anzuschauen.
Dabei stellen sich unter anderem folgende Fragen:
Wo werden die Akkus geladen?
Befinden sich Kartons oder andere brennbare Materialien daneben?
Gibt es eine Früherkennung durch Rauchmelder?
Ist ein geeignetes Löschmittel schnell erreichbar?
Kann ein Ereignis erkannt werden, bevor sich der Brand auf weitere Gegenstände ausbreitet?
Brandschutz beginnt hier nicht erst beim Feuerlöscher.
Er beginnt bei der Gestaltung des Ladeplatzes.
Lithium-Ionen-Akkus in Gewerbe und Industrie
In Unternehmen kann die Gefährdung deutlich grösser sein als in einem Privathaushalt.
Dies gilt insbesondere, wenn zahlreiche Akkus:
-
gelagert
-
geladen
-
transportiert
-
repariert
-
geprüft
-
verkauft
-
zurückgenommen
-
entsorgt
werden.
Besonders relevant ist das Thema beispielsweise für:
-
E-Bike- und Fahrradgeschäfte
-
Werkstätten
-
Elektrofachhandel
-
Logistikbetriebe
-
Lager
-
Recyclingunternehmen
-
Hauswartungen
-
Industriebetriebe
-
Unternehmen mit Akkuwerkzeugen
-
Hotels mit E-Bike-Angebot
-
Betriebe mit elektrischen Flurförderfahrzeugen
Hier empfiehlt sich eine systematische Betrachtung der Gefährdung.
Dazu gehören beispielsweise:
-
geeignete Ladebereiche
-
sichere Lagerung
-
Früherkennung
-
Kennzeichnung
-
Zugang
-
Schulung der Mitarbeitenden
-
Umgang mit beschädigten Akkus
-
Notfallorganisation
-
Bereitstellung geeigneter Löschmittel
Was tun, wenn ein Lithium-Ionen-Akku raucht oder brennt?
Der Eigenschutz hat immer Priorität.
Ein Feuerlöscher bedeutet nicht, dass ein bereits stark entwickelter Akkubrand von einer ungeschützten Person bekämpft werden sollte.
Bei einem Brand gilt grundsätzlich:
1. Alarmieren
Feuerwehr 118 alarmieren.
Weitere Personen warnen.
2. Retten
Personen aus dem Gefahrenbereich bringen.
Sich selbst dabei niemals unnötig gefährden.
3. Löschen – nur wenn dies gefahrlos möglich ist
Eine Löschmassnahme durch Laien kommt grundsätzlich nur bei einem überschaubaren Entstehungsbrand infrage.
Der eigene Fluchtweg muss jederzeit frei bleiben.
Entwickelt der Akku bereits:
-
starken Rauch
-
heftige Flammen
-
ungewöhnliche Geräusche
-
Stichflammen
-
starke Hitze
hat das Verlassen des Gefahrenbereichs Vorrang.
Bei grösseren Akkus, beispielsweise von E-Bikes oder E-Scootern, sollte bei einem entwickelten Brand grundsätzlich die Feuerwehr übernehmen.
Welcher Feuerlöscher eignet sich für Lithium-Ionen-Akkus?
Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied zum klassischen Brandschutz.
Ein gewöhnlicher Feuerlöscher kann sichtbare Flammen bekämpfen.
Bei einem Lithium-Ionen-Akku muss jedoch zusätzlich die enorme Wärmeentwicklung berücksichtigt werden.
Kühlung spielt deshalb eine besonders wichtige Rolle.
Das Ziel eines geeigneten Löschmittels besteht unter anderem darin:
-
einen Entstehungsbrand einzudämmen
-
Wärme aufzunehmen
-
die Temperatur zu reduzieren
-
eine Brandausbreitung zu begrenzen
-
umliegende Brandlasten zu schützen
-
Zeit für Evakuierung und Feuerwehr zu gewinnen
Ein Speziallöscher ist dabei immer eine Ergänzung zum Brandschutzkonzept und kein Ersatz für Alarmierung, Rauchmelder, sichere Ladeplätze oder die Feuerwehr.
Unsere Empfehlung: Jockel Li-Ion Feuerlöscher 6 Liter
Für moderne Akku-Risiken bieten wir bei Brandschutz Scheidegger Basel einen speziell dafür vorgesehenen Feuerlöscher an:
🧯 Jockel Li-Ion Feuerlöscher 6 Liter
Der von uns angebotene Jockel Li 6 (M) ist ein moderner 6-Liter-Feuerlöscher mit dem Speziallöschmittel JoMix Li.
Der Feuerlöscher wurde speziell im Hinblick auf moderne Lithium-Ionen-Brandrisiken entwickelt.
Zu den technischen Eigenschaften gehören unter anderem:
-
6 Liter Löschmittel
-
Speziallöschmittel JoMix Li
-
NTA 8133 geprüft
-
EN 3 Teil 11 geprüft
-
fluorfreies Löschmittel
-
Löschleistung 27A / 75F
-
rund 51 Sekunden Funktionsdauer
-
etwa 4 Meter Reichweite
-
Dauerdrucktechnik
-
Manometer
-
Schlauch mit Löschlanze
-
Wandhalterung
👉 Jockel Li-Ion Feuerlöscher 6 Liter im Brandschutz-Shop ansehen
Was bedeutet NTA 8133?
Die NTA 8133 ist ein spezielles Prüfverfahren für tragbare Feuerlöscher im Zusammenhang mit Lithium-Ionen-Akkubränden.
Bei einer solchen Prüfung geht es nicht einfach nur darum, eine sichtbare Flamme kurzfristig zu löschen.
Vielmehr wird die Eignung eines Löschsystems bei einem definierten Lithium-Ionen-Batteriebrand beurteilt.
Damit unterscheidet sich eine solche Prüfung deutlich von einer allgemeinen Werbeaussage wie „auch für Akkus geeignet“.
Für Kunden kann eine entsprechende Prüfung deshalb ein wichtiges Qualitätsmerkmal darstellen.
Mehr als nur ein Akku-Feuerlöscher
Ein Vorteil des Jockel Li-Ion 6-Liter-Löschers ist sein zusätzlicher Einsatzbereich.
Das Gerät eignet sich auch für:
Brandklasse A
Brände fester, überwiegend glutbildender Stoffe wie beispielsweise:
-
Holz
-
Papier
-
Karton
-
Textilien
Brandklasse F
Brände von:
-
Speiseölen
-
Speisefetten
-
Fritteusen
-
entsprechenden Küchenbereichen
Der Jockel Li 6 (M) besitzt eine Löschleistung von 27A / 75F.
Damit kann der Löscher beispielsweise für einen Betrieb interessant sein, bei dem neben Akku-Risiken auch klassische Brandgefahren berücksichtigt werden müssen.
Für wen kann ein Lithium-Ionen-Feuerlöscher sinnvoll sein?
Aus unserer Sicht ist ein solcher Speziallöscher insbesondere interessant für Bereiche, in denen regelmässig grössere oder mehrere Lithium-Ionen-Akkus vorhanden sind.
Beispiele sind:
-
E-Bike-Räume
-
Velokeller
-
Fahrradgeschäfte
-
E-Bike-Werkstätten
-
Hotels mit E-Bikes
-
Ladestationen
-
Werkstätten
-
Hauswartungen
-
Gewerbebetriebe
-
Industriebetriebe
-
Lager
-
Elektrofachgeschäfte
-
Schulen
-
öffentliche Einrichtungen
-
Betriebe mit Akkuwerkzeugen
-
Garagen
-
Privathaushalte mit mehreren leistungsfähigen Akkus
Auch für Eigentümer von E-Bikes, E-Scootern, Akkuwerkzeugen oder grösseren Gartengeräten kann die Frage nach einem geeigneten Löschmittel heute sinnvoll sein.
Reicht ein Lithium-Ionen-Feuerlöscher alleine aus?
Nein.
Das ist uns bei Brandschutz Scheidegger Basel besonders wichtig.
Ein sinnvoller Schutz vor Akku-Bränden besteht aus mehreren Bausteinen:
Vorbeugen – früh erkennen – alarmieren – richtig reagieren – geeignete Löschmittel bereitstellen.
Ein gutes Brandschutzkonzept kann deshalb beispielsweise aus folgender Kombination bestehen:
-
geeigneter Ladeplatz
-
genügend Abstand zu brennbaren Materialien
-
regelmässige Sichtkontrolle der Akkus
-
Original-Ladegeräte
-
Rauchmelder oder geeignete Branddetektion
-
korrekt platzierter Spezial-Feuerlöscher
-
Instruktion der Nutzer oder Mitarbeitenden
-
geregelter Umgang mit beschädigten Akkus
-
eindeutige Notfallorganisation
Der Feuerlöscher ist ein wichtiger Baustein – aber eben ein Baustein eines Gesamtkonzeptes.
Rauchmelder und Akku-Brandschutz gehören zusammen
Ein weiterer Punkt wird häufig vergessen:
Was nützt der beste Feuerlöscher, wenn ein Akku unbemerkt in einem Nebenraum zu brennen beginnt?
Gerade Räume, in denen Akkus geladen werden, sollten deshalb auch hinsichtlich einer möglichst frühen Branderkennung beurteilt werden.
Eine Rauchmelderlösung kann dazu beitragen, einen Brand möglichst frühzeitig zu erkennen und Personen zu warnen.
Bei Brandschutz Scheidegger Basel bieten wir neben Spezial-Feuerlöschern auch unterschiedliche Rauchmelderlösungen an:
-
klassische Einzelrauchmelder
-
Rauchmelder mit 10-Jahres-Batterie
-
funkvernetzte Rauchmelder
-
intelligente Rauchmeldersysteme mit Basisstation
-
App-Benachrichtigung
-
Kohlenmonoxidmelder
-
Hitzemelder
So können Früherkennung und Löschmittel sinnvoll miteinander kombiniert werden.
Defekte Akkus gehören nicht in den Hausmüll
Auch die Entsorgung ist ein wichtiger Bestandteil des Brandschutzes.
Lithium-Ionen-Akkus dürfen nicht einfach mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden.
Besonders beschädigte Akkus müssen mit Vorsicht behandelt und fachgerecht abgegeben werden.
Denn auch während:
-
Recycling
-
Abfallsammlung
kann eine beschädigte Zelle zum Brandrisiko werden.
Auffällige, beschädigte oder bereits von einem Brand betroffene Akkus sollten deshalb besonders sorgfältig behandelt und fachgerecht entsorgt werden.
Aus der Praxis von Andreas Scheidegger
„In vielen Gebäuden stehen heute E-Bikes, Akkuschrauber, Gartengeräte, Powerbanks und zahlreiche weitere Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus. Die Brandlast hat sich damit verändert – häufig ohne dass das bestehende Brandschutzkonzept angepasst wurde.
Für mich bedeutet moderner Brandschutz deshalb, auch diese neuen Risiken anzuschauen. Nicht jeder Haushalt braucht automatisch einen Speziallöscher. Wo jedoch regelmässig grössere Akkus geladen oder mehrere Akkus gelagert werden, lohnt sich eine individuelle Beurteilung.“
Häufig gestellte Fragen zu Lithium-Ionen-Akkus und Akkubränden
Kann ein E-Bike-Akku plötzlich brennen?
Ein technisch einwandfreier und korrekt verwendeter Akku ist grundsätzlich sicher.
Beschädigungen, technische Fehler, falsches Laden, extreme Temperaturen oder andere Belastungen können das Risiko jedoch erhöhen.
Besonders nach einem heftigen Sturz sollte ein E-Bike-Akku deshalb aufmerksam kontrolliert und im Zweifelsfall durch einen Fachbetrieb überprüft werden.
Ist ein aufgeblähter Akku gefährlich?
Ja.
Ein sichtbar aufgeblähter oder deformierter Lithium-Ionen-Akku ist ein ernstes Warnzeichen.
Der Akku sollte nicht weiter benutzt und insbesondere nicht erneut geladen werden.
Darf ich einen E-Bike-Akku über Nacht laden?
Aus Brandschutzsicht ist es empfehlenswert, Lithium-Ionen-Akkus möglichst nicht unbeaufsichtigt und insbesondere nicht während längerer Abwesenheit zu laden.
Der Ladeplatz sollte zudem frei von leicht brennbaren Materialien sein.
Sollte man einen E-Bike-Akku im Keller laden?
Das hängt von den konkreten Verhältnissen ab.
Entscheidend sind unter anderem:
-
eine geeignete Umgebung
-
Abstand zu brennbaren Materialien
-
keine Behinderung des Fluchtweges
-
geeignete Elektroinstallation
-
möglichst frühe Branderkennung
Ein unübersichtlicher Keller voller Kartons ist beispielsweise deutlich ungünstiger als ein sauber eingerichteter Ladebereich.
Brauche ich einen Rauchmelder beim Ladeplatz?
Eine frühe Warnung kann entscheidend sein.
Gerade Räume, in denen regelmässig Lithium-Ionen-Akkus geladen werden, sollten deshalb hinsichtlich einer geeigneten Rauch- oder Branddetektion beurteilt werden.
Kann sich ein gelöschter Akku erneut entzünden?
Ja.
Eine Wiederentzündung ist möglich.
Deshalb sollte ein von einem Brand betroffenes Batteriesystem durch die Feuerwehr beziehungsweise entsprechend qualifizierte Stellen beurteilt und anschliessend fachgerecht behandelt werden.
Welcher Feuerlöscher eignet sich für einen Lithium-Ionen-Akku?
Entscheidend ist, dass das Löschmittel beziehungsweise Löschgerät ausdrücklich für die entsprechende Anwendung vorgesehen und geprüft wurde.
Wir bieten hierfür den Jockel Li-Ion Feuerlöscher Li 6 (M) mit 6 Litern Speziallöschmittel an.
Kann ich mit dem Jockel Li-Ion Feuerlöscher einen E-Bike-Akku löschen?
Der Jockel Li 6 (M) wurde speziell für moderne Brandrisiken mit Lithium-Ionen-Akkus entwickelt.
Trotzdem gilt:
Ein tragbarer Feuerlöscher ist für die sichere Erstintervention bei einem überschaubaren Entstehungsbrand gedacht.
Bei einem bereits stark reagierenden oder entwickelten Akkubrand – insbesondere bei grösseren Akkupacks – haben Alarmierung, Evakuierung und Eigenschutz Vorrang.
Muss ich bei einem Akkubrand die Feuerwehr rufen?
Ja.
Bei einem Lithium-Ionen-Akkubrand sollte die Feuerwehr über 118 alarmiert werden.
Das ist auch deshalb wichtig, weil eine Wiederentzündung möglich ist und der betroffene Akku nach dem Ereignis fachgerecht beurteilt werden muss.
Lithium-Ionen-Brandschutz für Unternehmen und Verwaltungen
Für Unternehmen reicht es häufig nicht, einfach einen Lithium-Ionen-Feuerlöscher an die Wand zu hängen.
Es sollte zunächst geprüft werden:
Welche Akkus sind vorhanden?
Wie viele Akkus werden gelagert oder geladen?
Wo werden sie gelagert?
Wo werden sie geladen?
Welche Leistung haben die Akkus?
Können beschädigte Akkus auftreten?
Wie wird mit defekten oder zurückgegebenen Akkus umgegangen?
Wie wird ein Brand früh erkannt?
Welche Personen halten sich im Bereich auf?
Welches Löschmittel steht zur Verfügung?
Sind Mitarbeitende entsprechend instruiert?
Gerade bei grösseren Mengen von Lithium-Ionen-Akkus empfiehlt sich deshalb eine individuelle Gefährdungsbeurteilung.
Brandschutz Scheidegger Basel – wir schauen uns Ihre Akku-Risiken an
Sie sind unsicher, ob in Ihrem Betrieb, Ihrer Einstellhalle, Ihrem Veloraum oder Ihrem Zuhause ein zusätzlicher Schutz für Lithium-Ionen-Akkus sinnvoll ist?
Wir beraten Sie gerne.
Bei Brandschutz Scheidegger Basel erhalten Sie nicht einfach irgendeinen Feuerlöscher.
Wir schauen gemeinsam mit Ihnen an:
-
welche Brandgefahren vorhanden sind
-
wo Akkus geladen werden
-
wie Akkus gelagert werden
-
ob bestehende Feuerlöscher zum Risiko passen
-
ob ein Lithium-Ionen-Speziallöscher sinnvoll ist
-
wo der Feuerlöscher optimal platziert werden sollte
-
ob eine zusätzliche Rauchmelderlösung empfehlenswert ist
-
welche Beschilderung sinnvoll ist
Unser Ziel ist eine praxisgerechte und auf das tatsächliche Risiko abgestimmte Lösung.
Unser Jockel Li-Ion Feuerlöscher 6 Liter auf einen Blick
Jockel Li 6 (M)
✔ Speziell für moderne Lithium-Ionen-Brandrisiken
✔ NTA 8133 geprüft
✔ EN 3 Teil 11 geprüft
✔ 6 Liter JoMix Li Speziallöschmittel
✔ Fluorfreies Löschmittel
✔ Brandklassen A und F
✔ Löschleistung 27A / 75F
✔ Rund 51 Sekunden Funktionsdauer
✔ Etwa 4 Meter Reichweite
✔ Dauerdrucktechnik mit Manometer
✔ Schlauch mit Löschlanze
✔ Wandhalterung
✔ Qualitätsprodukt von Jockel
👉 Jockel Li-Ion Feuerlöscher 6 Liter im Brandschutz-Shop ansehen
Fazit: Akku-Brände verhindern ist besser als Akku-Brände löschen
Lithium-Ionen-Akkus sind eine hervorragende Technologie und aus unserem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken.
Bei richtiger Verwendung besteht kein Grund, Akkus grundsätzlich als gefährlich zu betrachten.
Trotzdem erfordern die hohe Energiedichte und die besondere Brandentwicklung Aufmerksamkeit.
Die wichtigsten Punkte sind deshalb:
Akkus sorgfältig behandeln.
Beschädigte Akkus nicht weiterverwenden.
Geeignete Ladegeräte verwenden.
Möglichst nicht unbeaufsichtigt laden.
Brennbare Materialien vom Ladeplatz entfernen.
Fluchtwege freihalten.
Für eine möglichst frühe Branderkennung sorgen.
Für vorhandene Risiken ein geeignetes Löschmittel bereitstellen.
Und vor allem:
Bei einem Brand niemals die eigene Sicherheit gefährden und die Feuerwehr unter 118 alarmieren.
📞 Brandschutz Scheidegger Basel
Ihr regionaler Partner für modernen Brandschutz
✔ Lithium-Ionen-Feuerlöscher
✔ Jockel Li-Ion Feuerlöscher 6 Liter
✔ Feuerlöscher für E-Bikes und Akku-Risiken
✔ Persönliche Brandschutzberatung
✔ Kostenlose und unverbindliche Begehung
✔ Fachgerechte Lieferung und Montage
✔ Rauchmelder und vernetzte Warnsysteme
✔ Brandschutzbeschilderung
✔ Wartung von Feuerlöschern
✔ Automatische Wartungserinnerung
✔ 24/7-Pikettdienst
✔ Einsatzgebiet Basel-Stadt, Baselland, Aargau und Solothurn
📞 079 728 39 88
🌐 www.brandschutzscheideggerbasel.ch
Haben Sie E-Bikes, E-Scooter oder andere leistungsfähige Lithium-Ionen-Akkus in Ihrem Gebäude?
Gerne schauen wir uns Ihre Situation persönlich an und beurteilen gemeinsam mit Ihnen, ob zusätzliche Brandschutzmassnahmen sinnvoll sind.
Ob geeigneter Ladeplatz, Rauchmelder oder Lithium-Ionen-Feuerlöscher – wir beraten Sie persönlich und erstellen Ihnen gerne eine kostenlose und unverbindliche Empfehlung beziehungsweise Offerte.
Brandschutz Scheidegger Basel – Wir schützen Ihr Leben und Ihr Eigentum!
Kommentar hinzufügen
Kommentare